Die Malerei von Adrian Schiess ist geprägt durch Ausdehnung, Sichtbarkeit, Farbigkeit, Veränderlichkeit, Einbettung in eine auch den Betrachter umfassende Umgebung, Landschaftlichkeit. Es vermischt sich in seiner Malerei die Sichtbarkeit farbiger Flächen mit der Sichtbarkeit der Umgebung

Auf der anderen Seite macht Adrian Schiess die Vermischung der farbigen Flächen mit Reflexionen der Umgebung rückgängig, indem er farbiges Licht isoliert: Mit dem Mittel des digitalen Video produziert Adrian Schiess langsam sich verändernde Licht-Bilder, die auf einem Monitor gezeigt oder auf Wände projiziert werden können.

Die Fragmentarität dessen, was die Malerei zur Sichtbarkeit bringt, schlägt sich nieder in Formen der Fragmentarisierung der malerischen Praxis selbst. Diese Fragmentarisierung macht zum expliziten Medium der Malerei, was ihr bislang implizit gewesen war: Licht, Raum, Material, und erlaubt es, gleichberechtigt "obsolete" ebenso wie "avancierte" Technologien einzusetzen.

Ulrich Loock

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